Aktion „5 vor 12“ und das Frühlingsfest „Newroz“

Im Jahr 2012 hat die Arbeiterwohlfahrt alle ihre Gliederungen und Einrichtungen aufgerufen, sich am 21. März –dem Internationalen Tag gegen Rassismus- an der von der Türkischen Gemeinde in Deutschland ins Leben gerufenen Aktion „5 vor 12“ zu beteiligen. Es soll 5 Minuten lang öffentlich und lautstark ein gesamtgesellschaftliches Zeichen gegen den zunehmend sichtbaren und gewalttätigen Rassismus in Deutschland gesetzt werden.

Im Jahr 1966 erklärte die UN-Generalversammlung den 21. März zum Internationalen Tag gegen Rassismus in Erinnerung an das rassistische Massaker, ausgeübt von der Polizei in Südafrika im Jahr 1960.

Das Newroz-Fest (Nouruz)  wird nachweislich seit über 3000 Jahren in verschiedenen Kulturen des Orients am oder um den 21. März herum gefeiert. Das Fest zelebriert das Leben, das Wiedererwecken der Natur und den Sieg des Guten über das Böse.

Ein Licht setzen gegen die Dunkelheit.

Den Frühling feiern, das ist etwas, was die vielfältigen BesucherInnen des AWO Begegnungszentrums gut finden. Ein zivilgesellschaftliches Zeichen gegen den Rassismus setzen auch! So hat das Begegnungszentrum zum vierten Mal infolge die Aktion „5 vor 12 – AWO gegen Rassismus“  lautstark umgesetzt und gleichzeitig das „Newroz“-Fest gefeiert.

Vor der Begegnungsstätte Gitschiner Straße des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg demonstrierten mehr als 60 Personen – Mitarbeiterinnen der Frühen Bildung des AWO Begegnungszentrums, Mitarbeiterinnen des AWO Landesverbandes und des AWO Kreisverbandes Berlin Spree-Wuhle e.V., Mitarbeiterinnen des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg, der Türkischen Seniorengruppe sowie Freunde des Begegnungszentrums und Nachbarn. Die Nachricht „AWO gegen Rassismus“ wurde mit kurdischem Tanz und Musik untermauert.

Anschließend genossen alle Beteiligten ein außergewöhnliches Buffet mit Leckerbissen aus aller Welt. Nach kurdischem und iranischen Brauch wurde traditionsgemäß ein Frühlingsfeuer angezündet und ausführlich getanzt. Anschließend führte der kurdische Tanzverein DILANUKILAM, traditionelle Tänze vor und lud alle Beteiligten ein, mitzutanzen.

Die Stimmung war ausgelassen und Menschen im Alter von 5 bis 85 Jahren -beispielsweise aus Deutschland, der Türkei, dem Iran und Irak, Jemen, Marokko, Bangladesch, Polen, Spanien, Bosnien sowie Menschen mit und ohne Behinderung- haben ein starkes und lebensbejahendes Zeichen der Solidarität in Zeiten von Krieg, Terror und Rassismus gesetzt.