Live-Escape-Room in der Villa Pelikan

Dank der Volkssolidarität haben wir vor ein paar Monaten einen Ausflug zu einem sogenannten „Escape-Room“ gemacht. Es handelt sich um einen thematischen Raum mit einer faszinierenden Geschichte, in dem die Besucher eingeschlossen werden und in einer vorgegebenen Zeit Aufgaben oder Rätsel lösen müssen, um aus dem Raum entfliehen zu können. Dabei werden sie von Videokameras überwacht. Eine beaufsichtigende Person beobachtet und greift über ein Funkgerät ein, wenn etwas Falsches gemacht wird oder die Gruppe nicht vorwärts kommt. Die Spieler können meist auch selbst aktiv werden und Hinweise beim Spielleiter anfordern.

Mittlerweile gibt es in Berlin mehrere Anbieter von solchen Abenteuerspielen und dazu neue Herausforderungen für Besucher mit immer höheren Ansprüchen. Diese Escape-Rooms eignen sich perfekt für kleine Teams, wie zum Beispiel eine Gruppe Freunde oder Arbeitskollegen. Wie die meisten Kooperationsspiele, fördert es die Kommunikation und den guten Umgang miteinander, denn Absprache und Teamgeist sind hier gefragt.

Davon waren wir alle so begeistert, dass wir auf die Idee gekommen sind, so einen Raum in der Villa zu kreieren. Eine verschlossene Tür, einige Gegenstände und versteckte Lösungshinweise, was kann so schwer sein? Die Herausforderung war aber enorm! Einen guten Escape-Room zu gestalten ist nicht einfach, es geht um Zusammenhänge, alles muss zusammenpassen, es soll ein „Erlebnis“ für den Besucher werden! Das kann sehr aufwendig in der Umsetzung sein.

Wir hatten aber einige große Vorteile. Zum einen war da der Raum: Einen leerer, frisch tapezierter Seminar-Raum, mit neuer Beleuchtung, gab uns „Freiraum“ für die Kreativität. Ein anderer großer Vorteil ist die Verbindungstür zu einem anderen Raum, dem Tonstudio. Das Tonstudio eignet sich perfekt für den Beobachter. Alles tolle Voraussetzungen, der Raum wurde dann ausgewählt!

Die Herausforderung war, ein gutes Thema zu haben, eine passende Geschichte dazu und dann noch die Elemente für die richtige Raumgestaltung zu finden, und das alles in Einklang zu bringen. Der Raum muss mit einer Story verknüpft sein. Es wurde dann beschlossen, den Raum als Hotelzimmer zu gestalten, in dem es einen Mordfall gab, also eine Kriminal-Geschichte. Die Besucher müssen dann nicht nur den Schlüssel des Raumes finden, sondern auch den Safe knacken und eventuell noch den Fall lösen, um letztendlich aus den Raum fliehen zu können.

Auf Überwachungskameras haben wir technisch bedingt verzichtet; das bedeutet, dass der Beobachter im Nebenraum am Anfang nur hören kann, was im Raum geschieht, also die Gespräche der Besucher miteinander. Erst wenn sie den Schlüssel für die Garderobe finden und sie dann aufmachen, kann man dann durch eine enge Spalte die Situation im Raum beobachten, ohne gesehen zu werden! Das macht viel Spaß!

Die Kollegen haben den Fluchtraum der Villa selber erlebt und alles ausführlich ausprobiert. Alle haben es noch rechtzeitig geschafft! Als sie raus kamen, gab es nur positive Resonanz und neue Ideen für die Zukunft. Das Team bereitet sich uns schon auf die ersten Besucher vor, mal sehen ob sie es auch schaffen, aus dem Raum zu kommen!

Cristian Revestido