Rucksack

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Ein Programm zur alltagsintegrierten Sprach- und Familienbildung in Kindertagesstätten 
(Die folgenden Informationen beziehen sich auf das Rucksack I Programm für Kindertagesstätten. Sollten Sie Informationen zu Rucksack II für Grundschulen suchen, wenden Sie sich bitte direkt an die RAA Berlin e. V.)

Wer hat Rucksack entwickelt?
Das Rucksack-Programm stammt ursprünglich aus den Niederlanden und wurde von der RAA-Hauptstelle NRW (seit August 2013: „Landesweite Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren“) für Deutschland weiterentwickelt. Seit 1999 wird Rucksack in vielen Bundesländern erfolgreich durchgeführt.
In Berlin gibt es den Rucksack seit 2006. Die AWO-Spree-Wuhle e.V. koordiniert in Abstimmung mit der RAA Berlin e.V. mehrere Rucksack-Gruppen in Friedrichshain-Kreuzberg. Finanziert und fachlich begleitet wird das Rucksack-Programm durch das bezirkliche Jugendamt.

Was ist Rucksack?
Rucksack ist ein Programm zur Sprach- und Familienbildung. Es richtet sich vorrangig an zwei-/mehrsprachige Kinder (4-6 Jahre) und ihre Eltern. Rucksack wird in enger Kooperation mit Kindertagesstätten durchgeführt, dauert 36 Wochen und die Teilnahme (inklusive Bücher und Materialien) ist kostenlos.

Was beabsichtigt Rucksack?
Rucksack hat folgende Ziele:
–    Stärkung und Wertschätzung der Mehrsprachigkeit
–    Stärkung der Eltern in ihren Kompetenzen
–    Verbesserung der Bildungschancen
–    Stärkung der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zwischen Eltern und Kita

Wie funktioniert Rucksack?
Die Eltern treffen sich einmal in der Woche für zwei Stunden in der Einrichtung. Bei den Treffen erhalten sie Tipps, Anregungen und Arbeitsmaterialien zu verschiedenen Themen, die sie dann in der ihnen vertrauten Sprache zu Hause mit ihren Kindern spielerisch „bearbeiten“. Bei den Treffen werden sie von einer/m qualifizierten zwei- oder mehrsprachigen Elternbegleiter/in angeleitet.
Gleichzeitig werden in der Kita die von den Eltern verwendeten Themen und Wortfelder in der deutschen Sprache aufgegriffen und in die pädagogische Arbeit mit den Kindern integriert.

Was ist das Besondere an Rucksack?
Bei Rucksack werden die Eltern als Experten für die Vermittlung der nicht-deutschen Familiensprache(-n) angesprochen. Das Programm orientiert sich an ihren Stärken und nicht an ihren vermeintlichen Defiziten.
Durch die Wertschätzung und Stärkung der nicht-deutschen Familiensprache(-n) und der deutschen Sprache – zu Hause und in der Einrichtung – verbessert Rucksack die Sprach(-en)kompetenz der Kinder.
Eltern und Kita gehen eine Bildungspartnerschaft ein, in die die beteiligten Akteure ihre jeweiligen Kompetenzen einbringen. Dies fördert langfristig die gegenseitige Wertschätzung und Beziehung zueinander.

Was wurde bislang mit Rucksack erreicht?
Die Eltern und die Fachkräfte in den Einrichtungen geben an, dass die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder sowohl in der der nicht-deutschen Familiensprache(-n) als auch in der deutschen Sprache deutlich besser geworden sind.
Die Lernfreude der Kinder hat zugenommen.
Die Grundschulen nehmen eine Verbesserung in der (Sprach-)Entwicklung der am Programm beteiligten Kinder wahr.

Stimmen aus der Praxis:
“Vorher habe ich nicht gedacht, dass die frühe Förderung von Kindern so notwendig ist.”

“Die Sprachkompetenz der “Rucksackkinder” wird besser.”

“Der Kontakt zu den Müttern ist offener und intensiver geworden.”

Die Arbeiterwohlfahrt Berlin Spree-Wuhle e. V. koordiniert den Rucksack im Ortsteil Friedrichshain-Kreuzberg seit März 2006. Folgende Kitas nehmen im Kitajahr 2017/18 am Rucksack teil:

Der Bildungswegbegleiter

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bwbEin Buch für Eltern. Oder: “Einbeziehung der Eltern in die Bildungsprozesse ihrer Kinder als Partner und Bildungswegbegleiter: Bildungssituationen wechseln, Eltern bleiben!“

Das erste Lernen von Kindern findet in ihren Familien statt. Die Bezugspersonen in der Familie sind es, die ein Kind auf seinen Lern- und Bildungswegen viele Jahre lang begleiten, länger als jede Bildungseinrichtung. Wie können Eltern bei ihrem Kind die Lust am Lernen wecken und wach halten? Woran erkennen sie die Wissbegier und Interessen ihres Kindes, um darauf eingehen zu können?

Hilfreich sind Kenntnisse darüber, wie Kinder lernen. Und Bestärkung in der Elternrolle, um sich durch die Anforderungen des Bildungssystems nicht verunsichern zu lassen.

Der vorliegende Bildungswegbegleiter ist mit dieser Absicht entwickelt worden: Er soll Eltern dabei unterstützen, den Bildungsweg ihres Kindes von der Geburt bis zur Oberschule aufmerksam und kompetent zu begleiten und festzuhalten. Der Bildungswegbegleiter ist ein Ordner für Eltern, mit Informationen zur kindlichen Entwicklung, Anregungen zur Unterstützung des kindlichen Lernens, Empfehlungen zur Zusammenarbeit mit pädagogischen Fachkräften und mit Beobachtungshilfen für Eltern. Ergänzt werden diese durch weiterführende Informationen und eine Auswahl empfehlenswerter Kinderbücher.

Der Bildungswegbegleiter wurde im Rahmen des Projekts „Bildungsnetzwerk Südliche Friedrichstadt“ entwickelt. Er umfasst 90 Seiten und ist in deutscher und türkischer Sprache vorerst für Familien im Ortsteil Kreuzberg – insbesondere in der Bezirksregion I / Südliche Friedrichstadt kostenfrei erhältlich.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen zur Verfügung.

Weitere Informationen (z.B. wo Sie den Bildungswegbegleiter abholen können)

 


KontaktKarte

Programm-Leitung:
Christiane Börühan

Programm-Koordination:
Helena Armbruster

Begegnungszentrum
Adalbertstraße 23a
10997 Berlin
Tel: 030 695 65 885
Fax: 030 939 57 002

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