Mit großem Interesse wurde am 4. Oktober 2026 im AWO-Stadtteiltreff Mahlsdorf-Süd die Wanderausstellung zum 50. Jahrestag der Eröffnung des Palastes der Republik eröffnet. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, in die Geschichte eines Gebäudes einzutauchen, das über viele Jahre zu den bekanntesten Kultur- und Begegnungsorten Berlins gehörte.
Den Auftakt der Veranstaltung gestaltete Lore Held, die sich seit vielen Jahren ehrenamtlich im AWO-Stadtteiltreff Mahlsdorf-Süd engagiert. In ihrer Begrüßung stellte sie die Ausstellung vor und erläuterte deren historischen Hintergrund. Gleichzeitig verwies sie auf die besondere Rolle des Palastes der Republik als Ort der Kultur, der Begegnung und des gesellschaftlichen Lebens. Dass solche Veranstaltungen regelmäßig in Mahlsdorf-Süd stattfinden können, ist nicht zuletzt dem Engagement der AWO und ihrer Ehrenamtlichen zu verdanken. Der Stadtteiltreff hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen kulturellen Treffpunkt entwickelt. Immer wieder werden hier Fotoausstellungen, Kunstausstellungen sowie Werke von Künstlerinnen und Künstlern aus Deutschland und anderen Ländern präsentiert. Damit schafft die Einrichtung Raum für kulturellen Austausch und Begegnungen direkt im Kiez.
Im Mittelpunkt der aktuellen Ausstellung stehen historische Fotografien, Dokumente und Erinnerungsstücke aus der Sammlung von Rudolf Denner, Fotograf, Sammler und Vertreter des Freundeskreises Palast der Republik. Seit vielen Jahren engagiert er sich für die Bewahrung der Geschichte dieses markanten Berliner Gebäudes. Als Zeitzeuge, Chronist und Fotograf dokumentierte er den Palast der Republik über Jahrzehnte hinweg. Er sammelt Fotografien, Dokumente, Zeitungsartikel und Erinnerungen ehemaliger Besucherinnen und Besucher und hat damit ein umfangreiches Archiv aufgebaut, das heute die Grundlage zahlreicher Ausstellungen und Bildungsprojekte bildet. Als aktives Mitglied des Freundeskreises setzt er sich außerdem dafür ein, die Erinnerung an die kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung des Palastes lebendig zu halten.
Besonderes Interesse fanden die eindrucksvollen Fotografien aus seinem Archiv. Sie zeigen den Palast der Republik als lebendigen Ort mit Konzerten, Ausstellungen, Festveranstaltungen und Begegnungen des Alltags. Ein Blickfang der Ausstellung ist eine Aufnahme eines Tanzabends im zentralen Foyer des Gebäudes. Das Foto vermittelt mit den tanzenden Paaren, den zahlreichen Gästen und der markanten Decke aus hunderten Leuchtkugeln die einzigartige Atmosphäre des Hauses, das für Millionen Menschen weit mehr als nur ein Regierungsgebäude war.
Ergänzt wurde die Ausstellung durch eine multimediale Präsentation, die die Geschichte des Palastes der Republik von seiner Eröffnung bis zu seinem Verschwinden aus dem Berliner Stadtbild nachzeichnete. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, eigene Erinnerungen auszutauschen und über die Bedeutung des Gebäudes für die Berliner Stadtgeschichte zu sprechen.
Beim anschließenden Beisammensein bei Kaffee und Kuchen wurde deutlich, wie lebendig die Erinnerungen an den Palast der Republik bis heute geblieben sind. Die Vernissage zeigte eindrucksvoll, wie wichtig lokale Kulturarbeit, ehrenamtliches Engagement und historische Ausstellungen für die Bewahrung gemeinsamer Erinnerungen und die kulturelle Vielfalt in den Berliner Stadtteilen sind.
Die Organisatoren bedanken sich herzlich bei Lore Held für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement und ihren wertvollen Beitrag zum kulturellen Leben in Mahlsdorf-Süd. Ein besonderer Dank gilt außerdem Rudolf Denner für die Bereitstellung seiner historischen Fotografien und Archivmaterialien sowie für seinen jahrelangen Einsatz zur Bewahrung der Erinnerung an den Palast der Republik. Ebenso danken wir allen Gästen der Vernissage, deren Interesse, Erinnerungen und Gespräche diese Veranstaltung zu einem lebendigen und bereichernden Austausch gemacht haben.








